Spartipps im Haushalt

Spartipps im Haushalt

Spartipps im Haushalt

Was spart denn wirklich Geld im Alltag zuhause? Reicht es, wenn ich nur noch Energiesparlampen verwende, oder geht da noch mehr? Klar geht mehr. Überall in unserem Zuhause lauern Stromfresser, die die Kosten unnötig in die Höhe treiben. Sehen wir uns die Unterschiede mal an:

Baden oder Duschen

Wer lange und ausgiebig duscht, ist mit einem Vollbad tatsächlich besser dran. Ein Vollbad benötigt ca. 150 Liter Wasser, eine Dusche von ca. 5 Minuten gerade mal 50 Liter. Wer also lange duscht, 15 Minuten zum Beispiel, ist daher mit einem Vollbad besser dran. bzw. gleich. Auch die Temperatur macht hier was aus: Wer gerne lang heiß duscht, benötigt viel mehr Energie als bei einem warmen Bad. Heiß duschen ist eh nicht so gut übrigens, das weicht die Haut auf und zerstört den Säureschutzmantel, ebenso wie ein zu langes Bad.
Strom und Energiesparend ist also eine Duschdauer von ca. 5 Minuten bei nicht zu warmen Temperaturen.

Wasserkocher oder Herd

Ein Gasherd ist tatsächlich Energiesparender als ein Wasserkocher. Beim Elektroherd hat der Wasserkocher allerdings die Nase vorn, außer, er ist alt und verkalkt. Hier lohnt es sich, einen Wasserkocher anzuschaffen, der temperierbar ist, gerade für Tee reichen oft 60 Grad, das Gerät schaltet schneller ab und spart somit Strom.

Gasherd oder Elektroherd

Ein Gasherd ist immer kostengünstiger als ein Elektroherd. Er verschwendet vor allem keine Resthitze, wie es beim Elektroherd ja der Fall ist. Wer diesen aber lieber hat, sollte einfach bedenken, dass der Elektroherd immer noch eine Weile nachheizt. Also einfach eher abschalten, um die Restwärme maximal zu nutzen. Gutes Beispiel hier: Der letzte Pfannkuchen. Ich weiß sicher, dass beim letzten Pfannkuchen, wenn man den Teig in die Pfanne gegossen hat, man den Herd abschaltet, der Pfannkuchen garantiert noch fertig wird. Selbst mehrmals getestet, funktioniert.

Die Nase vorn haben natürlich Induktionsherde. Diese arbeiten gezielter, die Wärme entweicht nicht, sondern bleibt unter dem Kochgeschirr und die Platten schalten ab, sobald der Topf oder die Pfanne vom Herd bzw. von der Platte entfernt wird. Nach Möglichkeit bei allen Herden immer einen Deckel verwenden, damit nicht zu viel Hitze entweichen kann und somit die Koch oder Garzeit unnötig verlängert wird.

Handabwasch oder Spülmaschine

Hier kommt es auf die Menge an Personen im Haushalt an. Bei 2 Personen macht eine Spülmaschine nur Sinn, wenn sie auch täglich verwendet wird. Wenn man tagelang das Geschirr darin stapelt, alle Essensreste erst mal ansetzen und dann die Maschine nur noch im stärksten Programm den Schmutz entfernen kann, ist die Effizienz dahin. Sparen kann man aber, indem man z.B. im Spülbecken alles Geschirr erst mal vorweicht, Wasser einlassen, Geschirr rein, alles gut einweichen, dann ist das meiste an Schmutz eh schon entfernt.

Wer jede Tasse einzeln abspült, braucht natürlich mehr Energie. Wer also lieber mit der Hand abwäscht, sollte es wie früher machen: Spülwasser einlassen, Geschirr einweichen lassen, Essensreste entfernen, mit klarem Wasser abspülen, fertig.

Bei einer Familie mit 3 - 4 Personen lohnt sich eine Spülmaschine mit Ökoprogramm natürlich mehr als der Handabwasch. Hier ist die Maschine meist schnell voll und alles geht, sprichwörtlich, in einem Abwasch.

Kaffeemaschine oder Pad/Kapselmaschine

Das auch hier ein Stromfresser lauert, ist den wenigsten bewusst. Wer sich klassisch den Kaffee in der Maschine macht, hat meist den ganzen Vormittag etwas davon, vorausgesetzt, es wird eine Thermoskanne verwendet. Wer lieber die Pad oder Kapselmaschine verwendet, braucht für jede Tasse neue Energie. Logisch oder?

Es lässt sich viel Strom und Energie sparen, wenn man sein Verhalten einfach ein wenig beobachtet. Zum Beispiel das ausgiebige Fönen nach dem Bad oder der Dusche. Muss das wirklich sein? Ein Fön benötigt eine Menge Energie! Tipp: Lieber ein paar Minuten eher duschen oder baden, die Haare mit einem Handtuch gut antrocknen, vorfrisieren, und an der Luft vortrocknen lassen! Im Winter ist das natürlich nicht so einfach, frieren möchte man ja nicht. Aber 5 Minuten, in denen man sich beispielsweise schon mal schminkt oder die Zähne putzt, machen eine Menge aus.

Weitere Stromfresser im Haushalt sind natürlich alle Geräte, die ständig im Standby laufen. Sei es der PC, der Fernseher, oder der DVD Player. Alles, was nicht benötigt wird, ausstecken!
Handyladegeräte sowieso wegen der Brandgefahr. Handy ist geladen? Stecker ziehen, Ende!

Auch das Heizverhalten ist bei manchen ein massiver Energieräuber. Wenn in einem Raum geheizt wird, Fenster zu! Einfach stoßlüften, Heizung natürlich vorher ausmachen, Fenster zu, Heizung andrehen. Nicht gleichzeitig, sonst heizt man im wahrsten Sinne das Geld zum Fenster hinaus.

Nicht zu vergessen die Zimmer, die nicht den ganzen Tag verwendet werden. Diese müssen nicht beheizt werden, zumindest nicht dauerhaft. Im Bad zum Beispiel reicht es doch vollkommen, wenn man die Heizung vor seiner täglichen Routine beheizt, danach die Heizung abdreht, oder zumindest stark herunter dreht. Hier kann man einfach mal darüber nachdenken, in welchen Zimmern man sich wie lange aufhält und ob hier das Heizverhalten übertrieben ist. Frieren braucht natürlich niemand. Aber umsonst heizen, muss doch auch nicht sein.

Schlafen in geheizten Räumen ist übrigens auch nicht so gesund. Am besten schläft, wer vor dem schlafen gehen geheizt hat, die Fenster kurz aufmacht und dann wieder schließt. Frische Luft wirkt viel besser für einen gesunden Schlaf als übermäßige Wärme. Gut für die Atemwege ist frische Luft sowieso.

Wer sehr viel Strom in seinem Haushalt verbraucht, sollte sich unbedingt mal ein Messgerät besorgen, diese sind nicht teuer, kosten nur wenige Euro im Baumarkt und damit jedes, wirklich jedes Gerät durchmessen! Da kommen Stromfresser zum Vorschein, mit denen man so gar nicht gerechnet hätte. Beispiel: Die Lichterketten am Weihnachtsbaum, die man auch gerne als Zimmerbeleuchtung verwendet, sind wahre Stromfresser.

Besser sind hier LED Lichterketten, die Batterie betrieben sind. Wir raten nun natürlich nicht dazu, lieber Kerzen zu verwenden. Denn jede Kerze birgt eine Brandgefahr. Man muss es ja nicht übertreiben. Kerzen sind toll, aber bitte daran denken: Wann immer Ihr den Raum verlasst, Kerze ausblasen! Ein Brand ist schnell entfacht und Versicherungen zahlen nicht, wenn ein Brand fahrlässig verursacht wurde. Beispielsweise durch eine unbeaufsichtigt gelassene Kerze. Aber selbst hier gibt es ja inzwischen LED Kerzen, die Batterie betrieben sind. Sicher und vollkommen ungefährlich.