Geld vermehren durch Pfandflaschen sammeln?

Geld vermehren durch Pfandflaschen sammeln?

Geld vermehren durch Pfandflaschen sammeln?

Kann man mit Pfandflaschen reich werden?

Es wurde vor Jahren tatsächlich ein Fall in Schweden bekannt:
Ein Obdachloser wurde durch Pfandflaschen Millionär! Wie hat er das gemacht? Er war ja eh den ganzen Tag unterwegs und so sammelte er eben Pfandflaschen ein. Anstatt dieses Geld allerdings auszugeben, ging er praktisch jeden Tag in die Bibliothek, studierte die Börsenkurse und legte sein Pfandgeld unter anderem in Aktien an.

Als er starb, staunten die Hinterbliebenen nicht schlecht: Er hinterließ viele Goldbarren, Bargeld auf einem Bankkonto und mehrere hundertausend Euro auf einem Schweizer Konto. Unglaublich oder? Schade nur, dass er selbst davon ja nichts mehr hat, sondern sich nur die Erben darüber freuen.

Wie sieht das in der Praxis bei uns aus? Kann man mit Pfandflaschen tatsächlich reich werden? Es kommt darauf an: Wie in einem anderen Artikel schon mal erwähnt, sammelt ein Freund von mir seine Pfandflaschen über einen längeren Zeitraum und gibt sie dann ab. Übrigens: Bei Großmärkten für Selbstständige gibt es die Mehrwertsteuer obendrauf! Aber das nur nebenbei. Dieses Geld bringt er auf ein Sparkonto für seine Nichte und so sammeln sich hübsche Summen an. Denn, das Geld ist ja schon weg. In dem Moment, wo wir Getränke kaufen, ist es bezahlt und man kann es entweder immer gleich wieder ausgeben, oder aber man sammelt eine Zeitlang und legt das Geld dann an.

In Zeiten von Negativzins und Co ist ein Sparbuch leider nicht mehr die beste Wahl, allerdings lohnt es sich, doch noch die Tagesgeldkonten anzusehen oder tatsächlich, wie es der schwedische Obdachlose vorgemacht hat, sich ein wenig mit Börsenkursen zu befassen. Welches Gebiet bietet am meisten Rendite? Sind ETF Fonds eine gute Möglichkeit? Man sollte einfach mal durchrechnen, wie viel man im Monat alleine an Pfandflaschen erwirtschaftet und dieses Geld rigoros ansparen.

Was ist mit Flaschen sammeln? Ist das nicht total peinlich?
In der heutigen Zeit sehen wir immer mehr Rentner, die Glascontainer nach Pfand durchsuchen oder die durch die Schulhöfe streifen, auf der Suche nach Pfandflaschen oder Dosen. Ich persönlich finde es überhaupt nicht verwerflich, stellt es für viele doch die einzige zusätzliche Einnahmensquelle dar. Vor allem für unsere Rentner. Peinlich muss das nur unserer Regierung sein, dass so viele darauf angewiesen sind. Selbst mein Vater, der eigentlich nicht die schlechteste Rente hat, hebt Flaschen auf, wenn er zufällig vorbeikommt. Es ist kein Unterschied, ob auf dem Boden oder im Gebüsch 50 Cent liegen, die man ja auch nicht liegen lässt oder 2 Flaschen oder Dosen, die den gleichen Wert haben.

Es haben sich mittlerweile viele darauf richtiggehend spezialisiert, auf großen Festivals Flaschen und Dosen zu sammeln. In einer Reportage erzählte mal jemand, dass er über 3 Tage hinweg knapp 20.000 Euro gesammelt hat. Überlegt Euch das mal! So viel Geld lag praktisch auf der Straße! Ob man das nun als Geschäftsmodell empfehlen kann, ist nicht einfach zu beantworten. Überlegt einfach, ob Euch das liegen würde, mit einem Sprinter oder einem anderen großen Auto auf Festivals zu gehen und den ganzen Tag Pfand aufzusammeln. Zumal ja auch schon andere da sind. Hier muss man also aufpassen, dass man sich nicht in die Quere kommt.

Als Nebenjob lässt sich das meiner Meinung nach nur bezeichnen für die, die wirklich den ganzen Tag Zeit haben und unterwegs sind und die Stellen genau kennen, wo viel Pfand zu holen ist. Wem es Spaß macht: Macht einfach! Wem es zu peinlich ist: Sammelt einfach Euer eigenes Pfand und legt das entweder gut an oder spart es für schlechte Zeiten an, für die nächste Anschaffung zum Beispiel.

Verwerflich ist nur, wer die Nase über andere rümpft. Niemand ist vor Armut gefeit, heute erst recht nicht mehr. Daher wer Spaß daran hat und nebenbei Geld braucht: Nur zu, wenn das Geld so einfach rumliegt, sollte man es aufheben.