Sparen ohne Verzicht

Sparen ohne Verzicht

Sparen ohne Verzicht

Geht das überhaupt? Sparen, ohne Verzicht? Wenn man sparen hört, denkt man ja automatisch darüber nach, auf was man zukünftig verzichten muss. Welche Freude man lassen muss oder auch welche Einkäufe. Aber es geht bei uns eben NICHT um Verzicht. Bei uns geht es darum, aus dem alltäglichen Leben heraus zu sparen.

Hier ist es als erstes unabdingbar, einen Ausgabenplan zu erstellen. Entweder klassisch mit Notizblock und Stift, oder auch per App, die es mittlerweile ja auch gibt. Ich persönlich bin ein großer Freund von Notizblock und Stift, weil man so einfach deutlicher sieht, was man einnimmt, was man ausgibt. Wer eine App verwenden will, damit besser klar kommt, sollte das natürlich machen.

Aber wie erstelle ich diese Liste?
Wirklich simpel und klassisch: Oben kommen die Einnahmen hin, also alles, was jeden Monat an Einkommen oder sonstigen Einnahmen auf das Konto fließt. Dann wird alles, wirklich jeder Posten notiert, der diesen Monat vom Konto abgeht. Also Miete, Strom, Versicherungen, Handyverträge, sonstige Verbindlichkeiten. Dann wird noch der ca. Verbrauch an Lebensmitteln und sonstigen Lebenshaltungskosten dazu notiert und das alles von den Einnahmen abgezogen.

Ich weiß, viele tun sich schwer damit, viele wollen das gar nicht sehen, was da jeden Monat vom Konto abgeht. Aber nur, wer wirklich eine Aufstellung macht, bekommt einen realistischen Überblick aller Fixkosten und über den Betrag, der am Ende des Monats übrig bleibt. Das ist oft kein schöner Anblick, vor allem nicht, wenn der Lohn gering ist oder die Einnahmen gesamt einfach so gering sind, dass sie kaum die Lebenshaltungskosten decken. Aber es ist der einzige Weg, daran zu arbeiten!

Denn genau in diesen monatlichen Fixkosten versteckt sich ja das Sparpotential! Hier schlummern die alten Verträge, die längst überholt sind und oftmals viel zu teuer. Hier versteckt sich der teure Stromanbieter. Es verstecken sich auch oft horrende Bankkontogebühren. Oder der Streamingvertrag, den man eigentlich schon gar nicht mehr braucht. Es versteckt sich bei manchen sogar noch der Automobilclub, obwohl sie schon gar kein Auto mehr haben!

Hier wird also angesetzt: Es kommen alle monatlichen Ausgaben auf den Prüfstand: Die Miete, gut, an der lässt sich meist nichts ändern, aktuell mit unserem angespannten Wohnungsmarkt sowieso nicht. Aber der Stromanbieter: Einfach mal vergleichen, ob es nicht günstiger geht? Der Mobilfunkvertrag: Auch wenn dieser noch eine Weile läuft, einfach mal vergleichen, ob andere nicht bessere Konditionen bieten und dann gegebenenfalls rechtzeitig kündigen? Der Versicherungsvertrag von Anno Dazumal: Ist der noch sinnvoll? Und wenn ja, geht das nicht günstiger? Einfach mal vergleichen!

Denn wir können es gar nicht oft genug betonen: Warum zu viel zahlen, wenn es günstiger geht? Klar, wenn alte Verträge, beispielsweise bei einer zusätzlichen Krankenversicherung hervorragende Konditionen bieten, die heute niemand mehr anbietet, dann behält man diesen Vertrag natürlich. Oder auch noch eine gute Kapital bildende Versicherung, wenn die nicht besser geht, behalten. Aber all die anderen Posten wie eben der Stromanbieter, vergleichen und wechseln! Handyvertrag, die alten sind oft mega überteuert, vergleichen und bei besseren Angeboten wechseln! Die KFZ Versicherung: Vergleichen, wechseln! Warum denn zu viel zahlen, wenn man woanders bessere Konditionen bekommt?

Und genau dieses ersparte Geld bedeutet keinen Verzicht! Ganz im Gegenteil, aus dem Alltag heraus gerechnet, ergibt sich oft ein sattes Plus von mehreren hundert Euro pro Jahr! Also alles auf den Prüfstand, Kosten aufstellen, Einnahmen/Ausgaben gegenüber stellen und einfach mal alle Verträge vergleichen.