Spart Euch den Weihnachtsstress!

Spart Euch den Weihnachtsstress!

Spart Euch den Weihnachtsstress!

Jedes Jahr, wirklich jedes Jahr im Dezember geht er los: Der Weihnachtsstress. Habe ich alle Geschenke? Was kochen wir? Wie viele Leute kommen, muss ich noch Plätzchen backen? Oh weh, habe ich auch alles eingekauft? Schluss mit dem Stress!

Worum geht es denn an Weihnachten? Vom Glauben mal abgesehen geht es doch vor allem darum, eine besinnliche Zeit zu verbringen. Dafür war ursprünglich ja auch die Adventszeit gedacht. Dass man die paar Wochen bis Weihnachten besinnlich verbringt, ruhig verbringt, sich besinnt auf das Wichtige, eine Rückschau hält auf das bald vergangene Jahr. Aber heute?

Black Friday, Einkaufsstress Wochenenden, Cyber Monday, kaufen kaufen kaufen! Das teuerste Geschenk muss her, die Kinder wünschen sich die ausgefallensten Sachen, oft auch die Teuersten. Die Schwiegermutter muss auf jeden Fall ein besonderes Geschenk erhalten, nicht dass sie beleidigt ist, der Schwiegervater, was schenken wir dem eigentlich? Der hat doch schon alles. Na gut, Rasierwasser oder Whiskey gehen ja irgendwie immer.

Und ich frage mich: Was läuft in unserer Gesellschaft schief? Auch die nicht enden wollenden Spendenaufrufe: Jetzt, zu Weihnachten, sollen wir alle unser Mitgefühl entdecken. Für den Zirkusmann, der vor dem Supermarkt für seine Tiere sammelt. Für die armen Kinder in Afrika natürlich. Für den aussterbenden Tiger im Regenwald. Ach und für den Regenwald selbst bitte auch.

Nichts gegen die Spendebereitschaft, diese ist enorm wichtig. Aber warum vor Weihnachten? Nutzt man hier das Gewissens-Schlupfloch? Wenn doch eh alle schon einkaufen wie die Irren, dann haben sie doch bitte auch ein paar Euro für die Armen übrig und dieser Plan geht praktisch immer auf. Noch mal: Es ist richtig und wichtig zu spenden. Aber warum nicht das ganze Jahr über? Die Tiere des Zirkus brauchen das ganze Jahr über Futter. Die Kinder in Afrika und anderen notleidenden Ländern brauchen immer Nahrung und Versorgung. Die Tiere im Regenwald müssen das ganze Jahr geschützt werden, ebenso wie der Regenwald, oder sehe ich das falsch?

Auch der Stress an sich: Hey, es ist Familie! Wenn das Geld knapp ist, dann wichtelt man eben? So machen wir das jetzt das zweite Jahr. Vorher war das auch immer ein ewiger Stress, wer bekommt was, hoffentlich fühlt sich niemand benachteiligt usw. Seit letztem Jahr ist dieser Stress weg: Die Maximalsumme, die das Geschenk kosten darf, liegt bei 10 Euro und jeder bringt genau EIN Geschenk mit. So ist garantiert für jeden was dabei und es darf natürlich untereinander getauscht werden.

Die Kinder bekommen natürlich extra noch etwas, bei uns Geschenkgutscheine. Aber der Stress unter uns „Großen“, der fällt komplett weg! Auch das Gekoche über Weihnachten: Es helfen alle zusammen, die eingeladen sind. So einfach. Plätzchen backen wird der Mutter dieses Jahr schwer fallen, weil sie einen Unfall mit dem Auto hatten, also gibt es eben keine Plätzchen sondern nur Lebkuchen. Wer Plätzchen mag, soll sie bitte selbst backen und mitbringen. So einfach. Man kann das ganze wirklich leicht entzerren, den Stress, die Hektik einfach sein lassen.

Was das Weihnachtsessen betrifft: Jedes Jahr an Heiligabend gibt es bei uns traditionell Würstel mit Kartoffelsalat. An den Feiertagen gibt es eine Pute und Sauerbraten, alles in Ruhe gekocht, ohne Hektik, ohne Stress. Und dann ist der Zauber eh so schnell wieder vorbei und man fragt sich im Nachhinein: Warum haben wir uns so einen Stress überhaupt gemacht?

Bitte immer den Sinn von Weihnachten im Auge behalten: Besinnlichkeit, Fröhlichkeit, gemeinsame Zeit mit der Familie oder Freunden. Von Hektik, Stress, Kaufwahn, Privatinsolvenz in Folge dessen war doch nie die Rede. Also genießt die Zeit vor Weihnachten, es gibt natürlich Dinge, die erledigt werden müssen, aber alles in Ruhe und ohne Hektik. Checklisten, ein Team zusammenstellen, Arbeitsteilung und schon wird Weihnachten ein freundliches, fröhliches und vor allem angenehmes Fest.